Susanne Mull

Ausstellung: 7. Juni bis 13. September 2015

Porträts und Landschaftsbilder – Pastellwerke von Susanne Mull

„Die Entscheidungen für die Präsentation eines Werks werden allein von der Freude an und der Zuneigung für die Sache getragen. Die Anregungen dazu kommen von Freunden und Bekannten oder ereignen sich im Vorübergehen. So war der Geburtshelfer der aktuellen Ausstellung der Zufall oder, wenn man so will, das Schicksal. Der Ingelheimer Malerin Susanne Mull brachte ein großes Selbstbildnis den ersten Preis eines Pastell-Wettbewerb in den USA ein. Ein kurzer Bericht darüber in der lokalen Zeitung, vor allem aber die Abbildung, setzte sich im Gedächtnis von Auernheimers fest. Nun hängt das Original jener Arbeit mit einigen weiteren Porträts in einem Raum in Badenheim. Die Künstlerin in einer weißen Bluse schaut darauf mit dem klaren und durchdringenden Blick dem Betrachter entgegen. Maleraugen, wie mit ihnen seit Jahrhunderten die Künstler auf ihren Selbstdarstellungen über die Zeiten hinweg in die Gegenwart blicken. Sie hält Stifte und Pastellkreiden, ganz wie ihre Kollegen aus dem achtzehnten Jahrhundert Anton Graff oder Étienne Liotard. Neben den repräsentativen Einzelporträts zeigt eine kleine Serie Studien eines Mannes mit gezwirbeltem Schnauzbart. Launig neigt dieser den Kopf oder blickt in die Höhe, wie die Heiligen eines Guido Reni. Die 1967 in Hannover geborene Künstlerin zeigt darin einen frischen Witz. Dieser gleitet nie ins literarisch-anekdotische ab, sondern ist immer von ihrem malerischen Können gefasst. (…) 
Außer der kleinen Suite von Porträtköpfen umfasst die Ausstellung ausschließlich Landschaften. Diese sind alle in Skagen entstanden. Jenem Ort in Dänemark den sich vor hundert Jahren, ähnlich wie Worpswede oder Murnau, eine Künstlergruppe ausersehen hatte.“
Sebastian Hennig, 2015
 
„Susanne Mull liebt die Natur…sie sucht sie auf im heimatlichen Umfeld, (…) und sie schätzt gleichzeitig windumtobte, naturbelassene Regionen wie etwa die nördlichste Spitze Dänemarks, wo Ost- und Nordsee aufeinander branden und sich packende Naturschauspiele bieten.  Hieraus schöpft die Künstlerin ihre Grundintention:  Sie lädt den/die Betrachter/in ein, einzutauchen in atmosphärisch dichte Landschaften – lässt nacherleben, wovon sie selbst in der Natur gepackt worden ist. (…) An die Nordspitze von Jütland führt Susanne Mull den Betrachter mit ihrer Skagen-Serie.  Die ins Meer ragende Landschaft (…), geprägt von einem hohen Himmel und besonderem Licht, ist wie geschaffen für Landschaftsmaler.  Das Faszinosum bannt den Blick:  Wolkengebilde werden primär, die konstant in Bewegung sind, aussehen wie Dinge, ständig ihre Form verändern und auf geradezu poetische Weise die Fantasie des Betrachters anregen.   Susanne Mull hält das Momentane, das immer Einmalige fest:  seien es bleigraue, regenschwere Formationen oder in heller Farbtransparenz sich aufbauende Gebilde.(…) Die zeigt alles Charakeristische einer Küstenlandschaft mit Sanddünen, mit schützendem widerstandsfähigem Dünengras, mit einer Vegetation, die sich hier durchsetzt. Es ist die Stärke solcher Landschaftsauffassung, dass sie über Details wie Gesamtaussicht eine dramatische Bildwirkung erzielt, der sich kaum einer entziehen kann. (…)“
Auszüge von „Aura der Landschaft – Zur Pastellmalerei von Susanne Mull“ von Dr. Otto Martin, Dez 2013

Susanne Mull, 1967 in Hannover geboren, wohnt seit 1992 in Ingelheim am Rhein and arbeitet als bildende Künstlerin. Sie erhielt regelmässige Weiterbildung bei namhaften Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland, z.B. bei der Oppenheimer Sommerakademie, der Kunsthochschule Mainz, der Kunstwerkstatt Mainz, als Schülerin von Dietmar Gross und bei zahlreichen Studienreisen.

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Auszeichnungen
Pastel Journal (USA), 2. Platz in der Kategorie „Landscape and Interior“
Pastel Guild of Europe, 1. und 2. Platz „A Manmade Landscape“
1er Salon International Pastel d‘ Opale, Grand Prix du Salon
Past Journal (USA), 1. Platz in der Kategorie „Portrait“