Amador Vallina

La Naturaleza muerta - viva!

Malerei - Druckgrafik - Skulptur

Amador Vallina stellte vom 31. Mai bis 14. September 2014 bei uns aus. Amador Vallina

 

Amador Vallina wurde 1957 in El Entrego, Asturien/Spanien geboren und lebt seit 1973 in Deutschland.  Er lebt und arbeitet seit 2011 in Wörrstadt/Rheinhessen.  

Amador Vallina sammelte Erfahrung als Schlosser und in freier Theaterarbeit, bevor er sich ganz seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler widmete.  Er ist Mitglied im Essenheimer Kunstverein, Kunstverein Eisenturm Mainz, und Asociación de Artistas Visuales de Asturias (AAVA).

Seine Werke waren schon in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland zu bewundern.

 

aus Kreuznach Blog, 2014:

Da stimmt einfach alles: Die Gebäude der Galerie sind nicht nur am Tag des Denkmals sehenswert, sondern immer wieder gerne, um all die vielen liebevollen Details zu finden. Für die Kunstwerke von Amador Vallina sollte man sich etwas Zeit nehmen. Es sind keine rein dekorativen Elemente, keine kommerziell nach Modetrends gefertigten, sondern ganz offensichtlich aus dem »Bauch«, besser der Seele entsprungene, die uns zum Hinschauen und besonders zum Fühlen auffordern. Die Ausstellung ist eine perfekte Verschmelzung der Architektur und Kunst.

 

 Die Einführung von Dr. Richard Auernheimer zur Eröffnung am 31. Mai 2014:

Ich möchte Sie - auch im Namen meiner Frau, meiner Tochter und den Kindern - herzlich begrüßen zu der Ausstellung - der 38. im übrigen - von Amador Vallina. Und wir freuen uns, dass wir mit ihm jemand ausstellen können, der auch in unserem Programm der pure Gegensatz zu dem ist, was wir sonst gezeigt haben. Wir waren oft bei dem Erkennbaren, bei dem Sichtbaren, oder auch bei dem  direkt Wiedererkennbaren. Und in diesem Jahr haben wir den Eindruck, wir haben den richtigen Weg gefunden; einen Künstler ausgewählt, bei dem es einfach auch darauf ankommt, neu zu denken und auch das Bekannte ganz anders zu sehen. Und das ist, glaube ich, etwas, das uns in dieser Reihe der Ausstellungen die notwendige Abwechslung verschaffen wird.
Und wir freuen uns, dass er in einer sehr raschen Zeit zugesagt hat, diese Ausstellung zu übernehmen - das Ganze fand nämlich um Ostern statt - und es war wie ein Ostergeschenk, dass diese Zusage kam und wir aus der Verlegenheit heraus waren, in diesem Jahr vielleicht kein Programm zu haben.

Maria-Luise Auernheimer, Dr. Richard Auernheimer, Amador Vallina
Maria-Luise Auernheimer, Dr. Richard Auernheimer, Amador Vallina


Aber ich glaube, es war nicht nur Zufall, sondern es war schon auch eine Art Leitung  dahinter. Denn wir hatten gemeinsam das Interesse, an den Zufällen der Erkenntnis zu bleiben, nämlich, dass man Dinge findet und hervorhebt, die so alltäglich sind, dass man sie letztlich gar nicht beachtet, dass man sie gar nicht in die Hand nimmt, oder dass man sie als einfach gegeben annimmt. Und das, glaube ich, ist eine Botschaft, die von seinen Bildern und von seinen Gegenständen und Skulpturen ausgeht, das zu entdecken, was man sonst nicht für entdeckenswert hält und diese Einzelheiten dann  immer wieder neu zu finden. Vieles in diesen Bildern hat eine Handschrift oder eine Botschaft, die eben nicht erkennbar ist - auf den ersten Blick, aber auf den zweiten, dritten oder vierten Blick. Und ich glaube, dass viele von Ihnen hier an den Bildern doch länger verweilen können, als wenn sie direkt sehen würden, was jetzt auf dem Bild steht.

Es gibt dafür Titel. Aber die Titel sind auch Phantasie. Und sie sind Geschenk, dass man einen Weg hinein findet und dass man auf der anderen Seite eben sich selber am Anfang erklären kann, weshalb man eine bestimmte Schönheit darin entdeckt, weshalb man die Ordnung der Dinge entdeckt und weshalb man  die Entdeckung dann wiederholen kann, die in dem Bild ausgedrückt ist.

Ich habe heute gedacht, das ist bei Amador Vallina wie eine Begegnung - schon auch mit einem anderen Land - das ist ja immer ein Erlebnis oder eine notwendige Begegnung, die man auf sich nimmt und die man gerne dann auf sich wirken lässt. Bei ihm ist es wie die Entdeckung der Welt, also ähnlich wie damals Alexander von Humboldt in ganz andere Erdteile gefahren ist, so ist er gewissermaßen ein "See-Fahrer", ein Entdecker von Dingen, die in anderen "Erdteilen" sind, in anderen Dimensionen liegen und die wir eigentlich im Alltag nicht so schnell finden.

Dies ist für uns ein Geschenk. Und ich denke, dass wir selten so schön ausstellen konnten wie in diesem Jahr, so einheitlich, so geschlossen, auch so harmonisch mit der Umgebung. Denn wir wissen, dass die Umgebung für uns wichtig ist, für Sie auch interessant ist, und dass diese Verbindung von Alt und Neu  dazu gehört und dass darin der Reiz liegt, den viele hoffentlich spüren werden, wenn sie davon lesen, dass diese Ausstellung jetzt bis September stattfindet. Wir haben sie für Sie dann an den Wochenenenden geöffnet, aber auch sonst nach Vereinbarung. Also wenn Sie Ihre Freunde, Freundinnen, Bekannten darauf aufmerksam machen, dass es in Badenheim etwas zu sehen gibt, dann ist das immer richtig.

Wir wollen sie heute auch nicht sofort weg lassen. Wie immer sollten Sie Kaffee und Kuchen genießen - der steht da hinten. Wie immer sollten Sie Gespräche finden, mit dem Künstler sich unterhalten,  mit ihm darüber sprechen, was in manchen Einzelheiten steckt, also in den Knochen vielleicht, die manchmal in einem Bild sind.

Wir danken Amador Vallina für die Bereitschaft, bei uns auszustellen, trotz anderer, weiterer Ausstellungen, die in diesem Jahr stattfinden. Wir wünschen, dass er und wir viel Erfolg haben mit den Bildern. Es darf alles gekauft werden. Und er hat  eine auch marketingstrategisch gute Linie mit Bildern, die ganz klein sind, also die man auch wirklich mitnehmen kann und auch mal sich hinstellen kann, auf den Schreibtisch oder neben das Bett. Also es ist, glaube ich, etwas, was wirklich für Viele erreichbar ist. Und das war uns wichtig. Wir wollen damit Vielen eine Freude schenken und auch einen schönen Nachmittag. Damit ist die Ausstellung eröffnet.