G. Hamburger / K. Solga

Ausstellung: 13. Juni bis 21. Juni 1981


Gertraud Hamburger zeigte bei uns Gemälde und Zeichnungen in Eitempera und Monotypien. Katharina Maria Solga stellte Keramiken aus und Wolfgang Genther gab Einblicke in die Dokumente des Bauerndichters Isaak Maus.

Kunstinteressenten kommen auf ihre Kosten
Alter Bauernhof in Badenheim ideale Kulisse

Gertraud Hamburger, Jahrgang 1953, studierte von 1971 bis 1979 an der Akademie der bildenden Künste Karlsruhe. Man merkt sogleich ihren Bildern, – zum Großteil mit Eitempera (sehr alte Technik, bei der Farbpulver (Pigmente) direkt beim Malen mit einer Mischung aus Ei, Leinöl und Wasser angerieben werden) gemalt – an, daß vor allem eine Südamerikareise einen starken Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen ausgeübt hat. Ihr geht es in erster Linie darum, den Formen, Farben, Linien, Volumen, Dunkelheiten und Helligkeiten nachzugehen, die Zusammenhänge zu treffen, ganz gleich, ob vertraut Erkennbares oder nicht eindeutig Erkennbares, Abstrahiertes zu sehen ist. ommt es auch, daß sich die Bilder während des Malens häufig verändern, da sie – wie sie sagt – nur selten eine „durchgehend inhaltliche Absicht verfolgt.
Auffallend in ihren Werken auch einige Monotypien, d. h. Einmaldrucke. Auf eine Glasplatte wird Druckerschwärze aufgewalzt, darauf ein Blatt gelegt, auf das man dann direkt oder mittels Vorlage zeichnet. Der Reiz, aber auch zugleich die Schwierigkeit dieser Technik ist, dass das Ergebnis nie steuerbar ist, so dass fast immer eine Überarbeitung mit Pinsel und Terpentin notwendig wird.
Wie könnte es auch anders sein: Bei den Werken Katharina Maria Solgas steht der Ton im Mittelpunkt. Handwerklich gediegene Arbeit ist bei ihr das Wichtigste, sie ist für sie Voraussetzung für künstlerischen Ausdruck.
(ei. | Allgemeine Zeitung Bingen 16. Juni 1981)