Sommerausstellung

Skulpturen, Zeichnungen, Aquarelle, Lichtinstallationen

Ute Gortner | Jie Li | Sakiko Fukaya

11. Juli bis 3. Oktober 2021

Ute Gortner – Skulpturen und Graphiken

Ute Gortner, Jahrgang 1950, erhielt ihre Ausbildung zur Graphikerin an der Hochschule für bildende Künste in Kassel und im pariser Atelier des bedeutenden Radierers Johnny Friedländer.

Sie war danach lange Jahre als Kunsterzieherin am Cusanus-Gymnasium in St. Wendel tätig. Daneben arbeitete freischaffend als Malerin, Zeichnerin und Graphikerin in ihrem Atelier in Bexbach und im lothringischen Grimaucourt, wo sie mit ihrem Mann, dem Radierer Thomas Meier-Castel ein Atelier teilte.

1975 erhielt sie ein DAAD Stipendium, 1986 den Kunstpreis der Südlichen Weinstraße, 1988 den Graphikpreis der EU in Paris. Ausstellungen in der Galerie Elitzer, Saarbrücken, in der Landesvertretung des Saarlandes in Bonn, der Galerie Hanna Bekker vom Rath, im Museum St. Wendel, im Musée Barrois, Bar-le-Duc, in der Orangerie Blieskastel und zuletzt 2020 in der Galerie Z im Frank-Loebschen Haus in Landau. Ute Gortner ist nicht neu in Badenheim. Schon 1997 hatte sie – zusammen mit Thomas Meier-Castel – in der Galerie unterm Maulbeerbaum ausgestellt.

Webseite: utegortner.de

Rainer Schoch zu Ute Gortners ausgestellten Arbeiten:

Es ist die Geste, „le grand geste“ – so der Titel der großen Informel-Ausstellung von 2010 -, die Ute Gortners Zeichnungen mit ihrer Plastik verbindet und die als eine zentrale Triebkraft ihrer Kunst gelten kann. Diese Gestik ist nicht notwendigerweise identisch mit theatralischem Pathos. Sie findet sich auch in der stillen, einfühlsam wahrnehmenden Zeichnungen der jüngeren Zeit, die mit gestischer Bewegung aus dem Handgelenk auf Naturerscheinungen antworten. Diese sparsam – quasi kammermusikalisch – instrumentierten, Blätter wecken mit dem Staccato ihrer kurzen senkrechten Kreidestriche zwar die Vorstellung von Schilf oder Gräsern, sind jedoch mehr als Naturnachahmung. Sie verweisen auf einen tieferen Zusammenhang zwischen der äußeren Natur und dem individuellen zeichnerischen Duktus.

Grafikerin von Haus aus, überrascht Ute Gortner in dieser Ausstellung mit einer Gruppe plastischer Arbeiten aus den Jahren 2020 – 2021. Gebogene, schwarz lackierte Metallbänder – manche mehrteilig ineinander verschlungen – formen sich zu Wellen, Spiralen oder Schleifen, teils entspannt in sich ruhend, teils melodiös schwingend, teils temperamentvoll sich aufbäumend. Die raumgreifende und raumschaffende, rhythmische Bewegung erscheint als das Generalthema dieser neuen Werkgruppe.

Wie zur Erklärung stellt ihr die Künstlerin ältere, großformatige Kreidezeichnungen aus der Zeit um 1992 gegenüber, die  Zusammenhänge und Kontinuitäten andeuten: Aus der vehementen Bewegung der Spitze und der Breitseite des Kreidestifts entstehen breite Bahnen und spitze Lanzettformen – bald pflanzenartig wachsend, bald metallisch schneidend. Verstärkt durch eine breite, Räumlichkeit andeutende Aquarellierung, erscheinen sie wie Vorboten der aktuellen plastischen Arbeiten. 

Jie Li | Sakiko FukayaInstallationen

Fukaya, Sakiko  1993 in Nagasaki, Japan geboren

Li, Jie 1984 in Hangzhou, China geboren

Beide wohnen in München

Studium: Akademie der bildende Künste München, Freie Kunst- Malerei und Graphik

Sakiko und Jie haben beide in der Klasse Axel Kasseböhmer an der Akademie der bildende Künste in München studiert, und als Meisterschülerinnen absolviert. Dort haben sie sich als Kolleginnen  und Kunstpartnerinnen kennengelernt und befreundet.

Die Zusammenarbeit fängt von der Jahresausstellung 2017 an, eine Rauminstallation mit Malerei und Bildhauerei in ihren mini Atelier von Dachgeschosszimmer in der Akademie. Danach haben die Künstlerinnern auf zahlreiche Ausstellungen erfolgreich beworbenund und sich weiterentwickelt. Die Installation ist eine Verschmelzung von Licht, Linien, Formen, Material und Kulturen.

Webseiten: Jie LiSakiko Fukaya

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