Karl Cohnen

 

Karl Cohnen zeigte vom 11. bis 26. Juni 1983 Werke aus Öl, Bleistift, Deckfarbe und Linolschnitt.  Ebenfalls stellte Frau Katharina M Solga ihre Gebrauchsgegenstände und Kunstwerke aus Keramik aus.  Die Heimatdichterin Ottilie Nussbickel aus Sprendlingen trug ihre Werke zweimal (18. Juni und 11. Dezember) in unserer Galerie vor.

Karl Cohnen, 1938 in Aachen geboren, hat nach 10 Semestern Studium in seiner Heimatstadt 1963 seine Ausbildung als Graphikdesigner abgeschlossen. Nach 9 Jahren Tätigkeit als Lehrer für Graphik und Illustration in Amsterdam lebt Karl Cohnen in Holzminden, war dort von 1973 bis 1999 in der Duftindustrie als Grafiker tätig.

Oeffentlicher Anzeiger, 21. Juni 1983:

Keramik in alter Technik

Töpferin und Graphiker bei der sechsten Badenheimer Ausstellung

-thl- BADENHEIM. Im Hause von Dr. Richard Auernheimer werden zur Zeit Malerei und Graphiken von Karl Cohnen aus Holzminden sowie Arbeiten aus dem Keramik-Atelier von Katharina Solga-Win­ter aus Ober-Hilbersheim gezeigt.


Karl Cohnen, 1938 in Aachen geboren, besuchte die Werkkunstschule und studier­te an der Fachhochschule für Gestaltung das Fach Graphik. Seine Ausdrucksfähig­keit erweiterte er in den Jahren von 1963 bis 1972 in Amsterdam und seitdem in einem Graphik-Atelier in Holzminden. Er unter­nahm unter anderem Studienreisen in die USA.

Besonders beeinflußt zeigt sich Karl Cohnen von seinem Aufenthalt in den USA. Er verwendet in seinen Arbeiten Zeichen und Symbole aus indianischen Sagen und Mythen. Karl Cohnen sagt von sich: „Ich versuche, möglichst von der Natur auszuge­hen, füge dann aber verschiedene Dinge zu etwas Neuem zusammen.“

Katharina Solga-Winter stammt aus einer Familie, die bereits in der vierten Generation künstlerisch arbeitet. Sie war Schülerin ihres Vaters Adam Winter und bevorzugt wie er den Ton. Katharina Winter erlernte das Freidrehen auf der Töpfer­scheibe und fand Gefallen daran, mit ihrem Vater Brennversuche in rekonstruierten antiken Öfen vorzunehmen.

Hieraus entstand auch ihre Vorliebe für antike Keramiktechniken und die Begeiste­rung für diese Art der Gefäßkeramik wurde bei Studien in Italien und Persien noch gesteigert. Katharina Winter setzte sich zum Ziel, den Ton aus der Umgebung ihres Wohnortes Ober-Hilbersheim, in der Nähe des früheren Töpferzentrums Sprendlingen, zu neuem Leben zu erwecken. Das Ergebnis sind ihre bemalten, farbigen Arbeiten und die Erdglasuren auf hoch gebranntem Steinzeug. Sie bevorzugt die klassischen Formen. Getöpferte Arbeiten behalten ihre Symmetrieachse.

Die Ausstellung der Arbeiten von Karl Cohnen und Katharina Solga-Winter bei der sechsten Badenheimer Kunstausstellung sind noch bis zum Sonntag, 26. Juni, im Haus der Familie Dr. Auernheimer, Hauptstraße 31, zu sehen.